Ursachen einer Demenz

Demenz wird durch eine Schädigung von Gehirnzellen hervorgerufen. Diese Schädigungen beeinträchtigen die Fähigkeit dieser Nervenzellen, miteinander und untereinander zu kommunizieren. Wenn diese Nervenzellen nicht mehr normal miteinander kommunizieren können, führt dies zu Beeinträchtigungen beim Denken, Verhalten und der Gefühlswelt.

Das Gehirn ist in verschiedene Regionen unterteilt, die jeweils Auslöser für bestimmte Funktionen sind (z.B. Gedächtnis, Urteilsvermögen, Bewegung).  Wenn eine Schädigung der Nerven in einer bestimmten Region auftritt, kann diese Region die Funktionen nicht mehr korrekt ausführen und es kommt zu Leistungs- und Handlungsdefiziten.

Demenzerkrankungen können als primäre Formen auftreten. Hier setzen sich Eiweißablagerungen (Proteine) auf den Nervenzellen im Gehirn ab und schädigen sie dadurch. Circa 80% aller Demenzformen werden als primäre Demenzen eingestuft und sind auch nicht heilbar.

Als sekundäre, also eventuell heilbare Formen, werden Demenzerkrankungen bezeichnet, bei denen der geistige Verfall die Folge einer anderen organischen Erkrankung ist, wie z.B. einer Schädelhirnverletzung, einer Schilddrüsenunterfunktion, eines Tumors oder einer Herz-Kreislauf-Krankheit. Auch erheblicher Alkohol- oder Drogenkonsum kann zu Demenz führen. Wenn die vorliegenden Ursachen wirksam behandelt werden und die Giftstoffe das Gehirn nicht mehr belasten oder Verletzungen geheilt sind, führt dies zu einem Rückgang der Demenzsymptome. Waren die empfindlichen Nervenzellen jedoch der schädigenden Ersterkrankung zu lange ausgesetzt, können dennoch irreversible Schäden entstanden sein.